Mensch….
Ich finde ja, ich bin echt schon ganz gut im pole pole – no hurry in Africa – leben. Und auch zu wissen, dass „perfekt“ in Europa nicht dasselbe „perfekt“ ist in Tansania hab ich schon ganz gut verinnerlicht. Es ist ein Entwicklungsland – und so sind auch die Bedingungen. Es wird anders gebaut, genäht, gelebt… Sehr anders. Und es ist immer ein kleines Abenteuer für mich, Freunde, Volunteers, Handwerker von hier und da zusammen zu führen. Und zu sehen, wie etwas, was sehr unterschiedlich ist dann doch sich eingroovt und viele eine wunderbare Zeit erleben dürfen.

Die perfekteste Planung und smarteste Lösung hilft nicht, wenn vor Ort die Bedingungen nicht gegeben sind. Die Tansanier sind unheimlich gut, in dem für uns verrückten Wahnsinn etwas hinzubekommen. Weil ihr Alltag einfach so ist. Aber ich glaube, ich (Stefan´s Chefin auf Zeit) habe alle Fundis in unserem Bauprojekt in Ngaramtoni überrascht, als pole pole auf einmal doch nicht schnell genug war für mich die letzten Wochen. Ich wusste, es kommen Rebekka, Linda, Marie und Stefan. Freunde, Volunteers, Fundis. Und alle wollen und können so viel, um hier vor Ort anzupacken, zu diesem bestimmten Zeitpunkt. Na ja,… und die pole pole Baustelle war überhaupt noch nicht so weit wie es notwendig gewesen wäre.












Die „Mzungu“ (das Wort bedeutet auf swahili Reisende) wird hier aber einfach zu den „weißen „gesagt, hat etwas stress gemacht und immer wieder bin ich hin und hab dem Fundi mit Hilfe von Jovitha und Gudila erklärt, dass er jetzt echt gas geben muss. Hamnashida Mama Mzungu, no worries. Ich kann Euch sagen, wenn ich hamnashida höre, zittere ich innerlich und ich könnte auch mal ein bisschen austicken. Manchmal tu ich das auch – im Babyauto, nach der Besprechung. Weil leider ganz oft Hamnashida am ende trotzdem ein worry gewesen ist. Und nie ist etwas fertig gewesen, so wie wir uns alle das so vorgestellt haben. Aber nichts desto trotz – es ist was passiert und dann haben alle einfach, das Beste aus den verrückten, sauber (nicht sauber), gerade (nicht gerade), verputzt, nicht verputzt gemacht. Fenster ohne Glas.. ( wer braucht den Fensterglas???? ) pole pole kein Strom, dann Strom, oft kein Wasser, nun Wasseranschluss , Fliesen verlegen wie vor 50 Jahren. Glas im Fenster seid gestern!


Und Rebekka, Linda, Stefan und Marie und unsere Fundis hier vor Ort – danke schön an so viel guter Laune und Energie und dass ihr so viel gewuppt habt. In Eurer Freizeit durfte ich Eure Chefin sein. Und es war wunderbar. Karibu tena Tanzania.
Und weil ja die Baustelle und für Rebekka jeden Tag Jovithas Kinder im Kindergarten nicht genug war hatten wir noch die Graduation Party der Mamas von der Mini-Nähschule in Ngaramtoni.













Es gab viel zu feiern und es gibt (pole pole ) bald noch mehr zu feiern, wenn wir mit der A&R Textil (http://www.ar-textil.com gesponserten Nähschule noch mehr Leben verändern werden, wenn sie dann mal fertig wird.
Ihr lieben wunderbaren ♥ Menschen – danke schön!
Von ganzem Herzen
Eure Mariya
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